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Rinaldo Rinaldini (Widmann)

 

Rinaldo Rinaldini. Der große italien[ische]. Räuberhauptmann. Ein wahrheitsgetreues Spektakel-Stück mit Gesang in 5 Abtheilungen. (Außentitel/Theaterzettel.) (Innentitel.) Rinaldini als sechtes Buch geschrieben. Wilschdorf [von anderer Hand, aber alte Handschrift; Ort in Sachsen].) (Innentitel.) »geschriebn von … Widmann. / Lengries am 4 Jänner 1891 [1899?]«. (S. [U3]) Handschrift. Format: 33,5 x 22,0 cm, Pappeinband, Fadenheftung. Puppentheatersammlung der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Sign. Ms. 1130.

Transliteration: Lars Rebehn.

Orthographie und Interpunktion wurden im Haupttext beibehalten, im Nebentext (Regieanweisungen) der leichteren Lesbarkeit und Verständlichkeit halber vereinheitlicht und vervollständigt. Durchgestrichener Text wurde so übernommen. Von einer anderen Hand Eingefügtes ist zwischen »{  }« gesetzt.

© Mit freundlicher Genehmigung der Puppentheatersammlung der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden.

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STOFF. VORLAGE.
Das Stück stammt aus der bayerischen Marionettenspielerfamilie Widmann (Vater Franz Xaver, Söhne Michael und Xaver).

Das »wahrheitsgetreue[ ] Spektakel-Stück mit Gesang in 5 Abtheilungen« für Marionetten geht weder auf Christian August Vulpius’ (Weimar 1762 – Weimar 1827) »Rinaldo Rinaldini« zurück, den berühmtesten, in mehreren Fortsetzungen erschienenen, von den verzwickten Intrigen und der Figurenfülle her kaum überschaubaren Räuberroman des 19. Jahrhunderts (Bd. 1–3. Leipzig 1799), noch auf Vulpius’ eigene Dramatisierung (Rudolstadt 1801). Ebenso wenig basiert das Marionetten-Stück auf dem dreiteiligen, »für die Marinellische Schaubühne«, also das Leopoldstädter Theater in Wien, bearbeiteten Schauspiel von Karl Friedrich Hensler (3 Teile, Wien 1800), noch auf dem auflagenstarken »Volksbuch« »Leben und Thaten des berühmten Räuberhauptmanns Rinaldo Rinaldini« (9. Aufl. um 1880). Im Gegensatz zu den sächsischen »Rinaldo Rinaldini«-Puppenstücken, die direkt auf Vulpius’ Dramatisierung zurückgreifen, handelt es sich bei der Widmann-Fassung um eine vollständige Neuschöpfung.

Die süddeutsch-bayerische Stofftradition, wie sie Widmanns Version repräsentiert, unterscheidet sich von der sächsischen u. a. durch das Gewicht der Kasperl-Figur und ihre Komik, denen eine eigene Episode mit mehreren Szenen gewidmet ist.

 

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