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Friedrich von RADLER: Der Wienerische Hanswurst.

 

Fr[iedrich] v[on] Radler: Der Wienerische Hanswurst. Wien: C. Daberkow’s Verlag, Buchhandlung für Theater und Wiener Humor 1894.

Der studierte Jurist, Wiener Magistratsbedienstete und Begründer des »Amtsblattes der Stadt Wien« Friedrich Johann Edler von Radler (1847–1924) erhielt anlässlich der Wiener Theater- und Musikausstellung von 1892 den Auftrag, für das dort eingerichtete Theater eine Anzahl von Hanswurstiaden zu schreiben. Er schrieb sieben »Farcen«, welche sich dramaturgisch und motivisch an Joseph Anton Stranitzkys Haupt- und Staatsaktionen orientierten, sich jedoch eines stubenreinen Tons befleißigten und auf eine Spieldauer von maximal einer halben Stunde berechnet waren.

Unter dem Generaltitel »Wienerisches Hanswursttheater« (Umschlag U1) beziehungsweise »Der Wienerische Hanswurst« (Titelblatt) erschienen die sieben Stücke 1894 (mit jeweils eigener Paginierung). Beigegeben war ihnen eine Einleitung sowie am Ende des Bandes »Einige Wiener Zeitungsberichte« (auf deren Platzierung hier verzichtet wird).

Transliteration: Bis auf »Auweh! mi’ druckt die Trud« (von Daniela Höllerl und Katharina Zöchling) stammt die gesamte Transliteration von Andrea Brandner-Kapfer; Lektorat: Beatrix Müller-Kampel.

 

Inhalts-Verzeichniß

»Friedrich von Radler: Der Wienerische Hanswurst. [Einleitung.]«

»Hanswurst's Geburt«, eine Pantomime, in welcher der Harlekin von seinem Sohne »Hanswurst« vom Schauplatze verdrängt wird.

»Au weh, mi' druckt di Trud«, oder: »Hanswurst, der Vielfresser, als Geisterlöser, Beglücker zweier redlich Verliebter und Rächer der Witwen.«. In dieser Burleske erscheint der spitzbübische Hanswurst als »Dottore« und als der »Geist der verstorbenen Hausfrau«, zwei Verkleidungen, die Stranitzky oft auf die Bühne brachte.

»Der Sieg treuer Liebe«, oder: »Der übelthätige Wütherich Günter von Uhu, mit Hanswurst, dem immerwährend hungrigen, vermeintlich geköpften Brautwerber der superklugen Colombine«, eine Parodie der üblichen schaudererregenden Ritterstücke.

»Der sabinische Jungfern-Raub«, eine Parodie der damaligen bombastisch-schwulstigen, innerlich hohlen Römer-Tragödien.

»Prinzessin Pumphia und der tyrannische Tartar Kulikan.« Eine Parodie in lächerlichen Versen; mit theilweiser Benützung des gleichen Sujets von Jos[ef] Felix Kurz.

»Die beiden Hanswurste in der Heimat«, oder »Die unzertrennlichen, öfter feindlichen, doch aber sich wieder vereinigenden Zwillingsbrüder und Colombine die hinterlistige Wirthin«, und endlich:

»Mali geh' schlafen!« oder: »Die beiden Hanswürste in der Fremde,« oder: »Der Gaisbock als Ehevermittler.«

Wiener Zeitungsberichte.

 

 
   
   
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