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Donjuan der Herzoch (Winters)

 

Donjuan der Herzoch. Trama in 4. Acten. Fürs Puppentheater bearbeitet, von Chr[istoph] Winters. Tirektor des Köllner Puppentheaters. Handschrift. Format: 18 x 21,8 cm, grünes Heft. Puppentheatersammlung der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Sign. Ms. D4-314. (Darin als 2. Stück: Die Reise nach der Hölle, oder Die zurückgegebene Handschrieft.)

Transliteration: Michaela Lohr.

Orthographie und Interpunktion wurden im Haupttext beibehalten, im Nebentext (Regieanweisungen) der leichteren Lesbarkeit und Verständlichkeit halber vereinheitlicht und vervollständigt. Mit Makron (Balken) versehenes »m« oder »n« wurde mit »m‹m›« bzw. »n‹n›« aufgelöst. Zwischen »{ }« gesetzte Zeichen oder Textteile markieren Hinzufügungen einer anderen Hand. Durchgestrichener Text wurde so übernommen.

© Mit freundlicher Genehmigung der Puppentheatersammlung der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden.

Zum Text als pdf-Datei

Handschrift: Es handelt sich vermutlich um ein Original; die Handschrift verweist auf einen geübten Schreiber. Der Sammler Artur Kollmann erhielt das Heft im Januar 1889 als Geschenk von Carl Engel (Sign. Kollmann/PTS Dresden: "Jua[n]2").

Stoff: Entgegen dem Namen im Titel ist »Donjuan der Herzoch« keine »Don Juan«-Figur, und auch die Handlung weist keinerlei Gemeinsamkeiten mit dem zugehörigen Stoff rund um den spanischen Wüstling und Lüstling nach Tirso de Molina, Molière, Mozart/Da Ponte u.a. auf. Die Verbindung des Geschehens zur Geschichte erfolgt vielmehr über drei Grundmotive der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Literatur: jenes der verleumdeten Gattin, der verfolgten Unschuld und des Gottesurteils. Eine konkrete Vorlage ist nicht eruierbar.

Bestände: Eine weitere Hs. mit dem Titel »Don Juan, der Herzog« befindet sich in der Theaterwissenschaftlichen Sammlung der Universität zu Köln (Wahn) (Inv. TWS-ST-Hän-99/61; TWS-STS-Hän-99/1).

Entstehung: Das tragische Puppenstück ohne Lustige Personen dürfte zwischen 1802 und 1810 entstanden und in Christoph Winters’ Puppentheater aufgeführt worden sein.

Sprache: Orthographisch bzw. sprachlich-regiolektal auffällig ist der Austausch von »g« und »ch« (so schon im Titel und dann konsequent durchgeführt: »Herzoch« statt »Herzog«) sowie »d« und »t«.

 

 

 

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