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Vorschrift für die Leitung des Censurwesens

 
 

Die 1810 erlassene und bis 1848 gültige "Vorschrift für die Leitung des Censurwesens", sah vier Zensurformeln vor:

Admittitur
Transeat
Erga schedam
Damnatur

‚Admittitur’ und ‚Transeat’ waren die beiden Genehmigungsformeln. Mit ‚Transeat’ erledigte Bücher durften zwar frei verkauft, aber nicht in Zeitungen angekündigt oder beworben werden. Die Verbotsformel ‚Erga schedam’ war für Werke vorgesehen, "in welchen die Anstößigkeiten das Gute und Gemeinnützige überwiegen, und welche ohne Gefahr nur Geschäftsmännern und den Wißenschaften geweihten Menschen gegen Reverse von der Polizeyhofstelle bewilligt werden können." ‚Damnatur’ war jenen Werken vorbehalten, welche "den Staat oder die Sittlichkeit untergraben. Die Erlaubniß, solche Schriften zu lesen, ertheilt ebenfalls die Polizeyhofstelle, und sie wird vierteljährlich Sr. Majestät ein Verzeichniß der Personen, welcher der Art Bücher, und der Schriften, welche ihnen zugestanden wurden, vorlegen."
Zit. nach Julius Marx: Die österreichische Zensur im Vormärz. Wien: Verlag für Geschichte und Politik 1959. (= Österreich-Archiv.) S. 75.

 
     
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