WERTHEIMSTEIN, Josephine von, geborene GOMPERZ
 

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WERTHEIMSTEIN, Josephine von, geborene GOMPERZ

 
 

geb. 19. November 1820 in Brünn (Brno/Tschechische Republik), gest. 16. Juli 1894 in Wien
Saloninhaberin.
Die Eltern, eine jüdische Honoratiorenfamilie, ermöglichten ihrer Tochter die beste damals für Frauen zugängliche Ausbildung.
Mit 23 Jahren heirateten sie Leopold von Wertheimstein (1801-1883); zwei Kinder: Franziska (1844-1907) und Carl (1847-1866).
Das Paar übersiedelte nach Wien in die Singerstraße und ihre Wohnung wurde bald zum Treffpunkt regimekritischer Liberaler. Aufgrund der unbefriedigenden Ehe und des Mangels an persönlichen Entwicklungsmöglichkeiten erkrankte Josephine in den folgenden Jahren psychisch und psychisch und verbrachte die meiste Zeit in Kurorten.
Die Übersiedelung in den Nobelbezirk Döbling riss sie aus ihrer Lethargie. In der ehemaligen Arthaberschen Villa entstand der Salon Wertheimstein, der zu einem geistigen, liberalen Zentrum Wiens entwickelte. Als Gastgeberin für bedeutende Männer aus Wissenschaft, Politik und Kunst blühte Josephine auf. Im letzten Jahrzehnt ihres Lebens zog sie sich wegen zunehmender Kränklichkeit zurück.

 
     
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