SEIDL, Johann Gabriel
 

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SEIDL, Johann Gabriel

 
 

geb. 21. Juni 1804 Wien, gest. 18. Juli 1875 in Wien
Lehrer; Archäologe; Zensor; Lyriker, Erzähler, Dramatiker.
Studium der Rechtswissenschaften in Wien.
1829 Heirat mit Therese Schlesinger.
Ab 1829 Gymnasialprofessor in Cilli (Celje/Slowenien).
1840 Kustos am Münz- und Antikenkabinett in Wien, 1856-1871 auch für die Schatzkammer zuständig. Seidl veröffentlichte wissenschaftliche Studien sowie literarische Beiträge und Rezensionen. 1828-1858 war er Herausgeber des Taschenbuchs "Aurora". Einige seiner Gedichte wurden von Franz Schubert (1797-1828) und Carl Loewe (1796-1869) vertont. Beliebt waren seine Gedichte in niederösterreichischer Mundart ("Flinserln") Von Seidl stammt der neue Text zur österreichischen Hymne "Gott erhalte" (1854). Gleichzeitig mit dem Antritt seiner Stellung am Münz- und Antikenkabinett wurde Seidl von der obersten Polizei- und Zensurhofstelle das Amt eines Zensors "aufgedrängt", wie er selbst schreibt, das er bis 1848 versah.
1848 wurde Seidl korrespondierendes, 1851 wirkliches Mitglied der Akademie der Wissenschaften.

 
     
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