SCHWARZENBERG, Felix Ludwig Johann Fürst zu
 

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SCHWARZENBERG, Felix Ludwig Johann Fürst zu

 
 

geb. 2. Oktober 1800 in Böhmisch-Krumau (Cesky Krumlov/Tschechische Republik), gest. 5. April 1852 in Wien
Staatsmann.
Nach einer kurzen militärischen Karriere wurde Schwarzenberg Diplomat. Er war auf den wichtigsten Auslandsposten der österreichischen Diplomatie, in St. Petersburg, London, Paris und Turin tätig.
Nach dem Ausbruch der Märzrevolution des Jahres 1848 begab er sich zur Armee Radetzkys (1766-1858) nach Mailand und anschließend nach Wien. Als sich dort unter dem Druck eines demokratischen Aufstandes im Oktober die liberale Regierung Johann von Wessenberg (1773-1858) auflöste, beschloss ein habsburgischer Familienrat die Berufung Schwarzenbergs zum Ministerpräsidenten.
Am 21. November 1848 bildete Schwarzenberg eine Regierung, der Liberale wie Alexander von Bach (1813-1893) und Karl Ludwig von Bruck (1798-1860) neben konservativen Reformern wie Franz Seraph von Stadion (1806-1853) und später Leopold von Thun-Hohenstein (1811-1888) angehörten. Schwarzenberg war zwar ein Gegner der Revolution, jedoch bereit, dem Konstitutionalismus eine Chance zu geben.
Schwarzenberg war vielen Liberalen zu konservativ und vielen Konservativen zu liberal. Kaiser Franz Joseph I. (1830-1916) schien er eine Gefahr für seine Herrscherstellung, so dass dieser sich entschloss, die Regierung zu entmachten und Schwarzenberg zu stürzen. Dazu kam es jedoch nicht, da Schwarzenberg während einer Sitzung des Ministerrats starb.

 
     
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