RAUMER, Friedrich Ludwig Georg von
 

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RAUMER, Friedrich Ludwig Georg von

 
 

geb. 14. Mai 1781 in Wörlitz (Sachsen-Anhalt), gest. 14. Juni 1873 in Berlin
Historiker; Schriftsteller; Staatswissenschaftler; Zensor; Professor.
1798-1801 Studium der Rechtswissenschaften, Naturwissenschaften und Geschichte in Halle und Göttingen.
1811 Heirat mit Luise von Goerschen (1785-1867); zwei Kinder: Hermann Georg (1812-1891) und Agnes (1814-1897).
Raumer begeisterte sich vor allem für historische Themen. Sein Hauptwerk widmet sich der "Geschichte der Hohenstaufen" (6 Bde., 1823-1825). Mehrfach verzichtete er auf berufliche Stellungen, die ihn gut versorgt hätten, aus Sorge, es bliebe ihm daneben nicht genügend Zeit für seine wissenschaftlichen Ambitionen.
1809-1811 Tätigkeit als Regierungsrat in Potsdam, ab 1810 in der Staatsschuldendirektion im Finanzministerium.
1811-1818 Professur der Staatswissenschaft an der Universität Breslau.
Ab 1819 Professur der Staatswissenschaften und Geschichte in Berlin.
1827 Aufnahme in die Preußische Akademie der Wissenschaften. Raumer war mehrere Jahre hindurch Mitglied des Oberzensurkollegiums, schied jedoch 1831 auf eigenen Wunsch aus dieser Funktion aus, was ihm von Heinrich Heine (1797-1856), der ihn ansonsten nicht schätzte, den Titel eines "königlich preußischen Revolutionärs" eintrug.
1847 erregte Raumer mit seiner Festrede zur Gedächtnisfeier König Friedrichs II. (1712-1886) in der Akademie der Wissenschaften dessen Missbilligung und schied aus der Akademie aus.
1848 wurde er zum deutschen Parlament nach Frankfurt gewählt.
1859 Emeritierung.

 
     
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