METTERNICH, Clemens Wenzel Lothar Graf
 

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METTERNICH, Clemens Wenzel Lothar Graf
Ab 1813 Fürst, ab 1818 Herzog von Portella.

 
 

geb. 15. Mai 1773 in Koblenz (Rheinland-Pfalz), gest. 11. Juni 1859 in Wien
Außenminister, Staatskanzler.
1795 Heirat mit Eleonore Gräfin Kaunitz (1775-1825).
1801 Gesandter in Dresden, 1803 in Berlin, 1806 nach dem Frieden von Pressburg auf Wunsch Napoleons in Paris.
Ab 8. Oktober 1809 Außenminister.
Höhepunkt seines Wirkens war der Wiener Kongress von September 1814 bis Juni 1815. Metternich brachte Frankreich als gleichberechtigte Großmacht an den Verhandlungstisch, erreichte die Gründung des Deutschen Bundes und die Sicherung des österreichischen Einflusses in Italien.
Sein wichtigstes Ziel in den folgenden Jahren war die Aufrechterhaltung des Zustands von 1815. Die nationalen Bewegungen und die liberalen Ideen schätzte Metternich falsch ein und versuchte, sie durch Solidarität unter den Monarchen niederzuhalten.
1821 wurde Metternich Staatskanzler.
Ab 1826 büßte er seinen starken Einfluss durch den Staats- und Konferenzminister Franz Anton Graf von Kolowrat-Liebsteinsky (1778-1861) weitgehend ein. Aufgrund seiner innenpolitischen Strenge wurde Metternich zum Sinnbild von Unterdrückung und Reaktion.
Am 13. März 1848 wurde durch die Wiener Märzrevolution Metternichs Entlassung erzwungen, er floh nach England und ging 1849 nach Brüssel.
1851 Rückkehr nach Österreich, wo er als Privatmann in seinem Palais in Wien lebte.

 
     
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