KURANDA, Ignaz
 

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KURANDA, Ignaz

 
 

geb. 28. April 1811 in Prag, gest. 3. April 1884 in Wien
Publizist; Dramatiker, Erzähler; Politiker, Parlamentarier; Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Wien.
Kuranda sollte ursprünglich, der Familientradition folgend, Buchhändler werden, wandte sich jedoch der Journalistik zu.
Ab 1834 Besuch philosophischer Vorlesungen in Wien und Bekanntschaft mit Franz Grillparzer (1791-1872) sowie Nikolaus Lenau (1802-1850).
Zahlreiche Reisen durch Europa.
1841 Gründung des Wochenblatts "Die Grenzboten" in Brüssel.
Umzug nach Leipzig. Beendigung des Studiums der Staatswissenschaften und Geschichte in Leipzig mit der Promotion.
Seine bereits in Brüssel begonnenen politischen Aktivitäten traten mit der Märzrevolution 1848 offen zu Tage. Er gehörte dem Fünfzigerausschuss an und war als Abgeordneter für Teplitz fraktionsloses Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung.
Nach dem Scheitern der Revolution wandte er sich der lokalen Politik zu und vertrat ab 1861 die "Verfassungspartei" im niederösterreichischen Landtag.
Oktober 1848 Rückkehr nach Wien zurück und Gründung der "Ostdeutschen Post", die er bis 1860 leitete. Als Herausgeber der "Grenzboten" und der "Ostdeutschen Post" gehörte Kuranda zu den herausragenden Exponenten des Liberalismus in Österreich.
1872 wurde Kuranda zum Präsidenten der israelitischen Kultusgemeinde gewählt.

 
     
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