KOSSUTH, Lajos
 

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KOSSUTH, Lajos

 
 

geb. 19. September 1802 in Monok (Komitat Zemplén/Ungarn), gest. 20. März 1894 in Turin (Italien)
Rechtsanwalt; Politiker; Freiheitskämpfer.
Ab 1825 war Kossuth, beruflich Rechtsanwalt, mehrere Jahre ungarischer Landtagsabgeordneter des nationalliberalen Flügels.
Zu Beginn der Märzrevolution 1848 forderte er in einer am 3. März 1848 verfassten Rede die konstitutionelle Umwandlung der Monarchie sowie Verfassungen für die österreichischen Länder. Im Verlauf der Revolution radikalisierte er seine Vorstellungen bis hin zur Forderung nach der Unabhängigkeit Ungarns von Österreich.
Nach dem Rücktritt des österreichischen Kaisers Ferdinand I. (1793-1875) als Folge der revolutionären Ereignisse in Österreich verweigerte Ungarn dessen Nachfolger Franz Joseph I. (1830-1916) im Dezember 1848 die ungarische Königskrone. Als dieser am 7. März 1849 eine Verfassung oktroyieren wollte, kam es zum ungarischen Unabhängigkeitsaufstand gegen Österreich und Kossuth rief am 14. April 1849 die Unabhängigkeit Ungarns aus.
Kossuth wurde Vorsitzender des ungarischen Landtags in Debrecen und zum ungarischen Reichsverweser gewählt. Die ungarische Revolutionsarmee konnte die einmarschierte österreichische Armee unter der Führung von Alfred I. Fürst zu Windisch-Graetz (1787-1862) zunächst zurückdrängen. Schließlich gelang es Österreich mit Beistand von Russland, den ungarischen Freiheitskampf zu ersticken.
Kossuth floh zunächst ins Osmanische Reich, später nach Italien, wo er den Kampf um die Unabhängigkeit Ungarns fortsetzte.
1867 wurde er im Rahmen des österreichisch-ungarischen Ausgleichs amnestiert, blieb jedoch im italienischen Exil.

 
     
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