HÜGEL, Clemens Wenzel Freiherr von
 

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HÜGEL, Clemens Wenzel Freiherr von

 
 

geb. 29. Juni 1792 in Koblenz (Rheinland-Pfalz), gest. 3. Dezember 1849 in Rettkau (Polen)
Politiker, Diplomat; Schriftsteller.
Studium in Heidelberg und Göttingen.
Zu Beginn seiner beruflichen Laufbahn war Hügel in verschiedenen Ländern vor allem als Diplomat tätig. 1817 begleitete er die Erzherzogin Leopoldine (1797-1826) zu ihrer Vermählung nach Brasilien, wurde dann österreichischer Gesandter in Madrid, danach zehn Jahre Legationsrat in Paris.
1846 wurde er Direktor des k.k. geheimen Haus-, Hof- und Staatsarchivs.
Nach dem Ausbruch der Revolution 1848 hielt er sich bei seiner Schwester Franziska Gräfin von Hardenberg (1796-1870) auf deren Gut in Schlesien auf, wo er, niedergeschmettert von den politischen Ereignissen und wahrscheinlich in geistiger Verwirrung 1849 starb.

1845 hatte Eduard von Bauernfeld (1802-1890) gemeinsam mit Joseph Freiherrn von Hammer-Purgstall (1774-1856) eine "Denkschrift über die gegenwärtigen Zustände der Zensur in Oesterreich" verfasst. Diese blieb zwar ohne Auswirkungen, erregte jedoch Aufsehen und Metternich beauftragte Hügel mit einer Gegenschrift, die 1847 unter dem Titel "Ueber Denk- Rede- Schrift- und Preßfreiheit" bei Rohrmann in Wien erschien.
Bauernfeld reagierte darauf mit dem sarkastischen "Schreiben eines Privilegirten aus Oesterreich zur Beleuchtung der merkwürdigen Broschüre: Ueber Denk-, Rede-, Schrift- und Preßfreiheit" (Leipzig: Grunow 1847).

 
     
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