FRIEDRICH WILHELM IV. von Preußen
 

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FRIEDRICH WILHELM IV. von Preußen

 
  geb. 15. Oktober 1795 in Berlin, gest. 2. Jänner 1861 in Potsdam (Brandenburg)
Eltern: Friedrich Wilhelm III. von Preußen (1770-1840) und Augusta Wilhelmine Amalie Luise von Mecklenburg-Strelitz (1776-1810).
29. November 1823 Heirat mit Elisabeth Ludovika von Bayern (1801-1873), mit der er keine Kinder hatte.
Nach seinem Amtsantritt 1840 weckte er liberale Hoffnungen. Er beharrte jedoch auf dem Ideal des Gottesgnadentums, des Ständestaates und der mittelalterlichen Reichsidee. Auf dem von ihm 1847 einberufenen Vereinigten Landtag lehnte er die Einlösung des Verfassungsversprechens seines Vaters ab. Unter dem Druck der Märzrevolution 1848 kündigte er eine konstitutionelle Verfassung an. Am 6. Dezember 1848 verabschiedete er nach der Auflösung der preußischen Nationalversammlung eine Verfassung mit liberalen Zügen, die Presse- und Versammlungsfreiheit, unabhängige Justiz und ein nach dem Dreiklassenwahlrecht frei gewähltes Parlament garantierte. Diese Verfassung blieb bis 1918/1919 in Kraft.
Als ihn am 28. März 1849 die Frankfurter Nationalversammlung zum deutschen Kaiser wählte, lehnt Friedrich Wilhelm IV. ab, da er die Volkssouveränität nicht anerkannte und die Kaiserkrone nur von einer Fürstenversammlung akzeptieren wollte.
Nachdem er 1857 mehrere Schlaganfälle erlitt, die sein Sprachvermögen beeinträchtigten und andere Gehirnschäden zur Folge hatten, sorgte seine Frau Elisabeth dafür, dass er seinem Bruder Wilhelm I. (1797-1888) die Regierungsgeschäfte übergab.
 
     
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