FRANZ II. (I.)
 

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FRANZ II. (I.)
eigentlich: Franz Joseph Karl von Habsburg-Lothringen.

 
  geb. 12. Februar 1768 in Florenz (Italien), gest. 2. März 1835 in Wien
Kaiser.
Er war Herrscher der habsburgischen Erblande und als Franz II. von 1792 bis 1806 der letzte Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation.
Erzherzog Franz Joseph Karl wurde 1768 als ältester Sohn des Großherzogs Peter Leopold von Toskana (1747-1792), des späteren Kaisers Leopold II., und der Maria Ludovica (1745-1792) geboren. Von Anfang an war Franz für die Thronfolge nach seinem Onkel Joseph II. (1741-1790) bestimmt, da dieser nach dem Tod seiner zweiten Frau keine weitere Ehe mehr eingehen wollte.
1788 Heirat mit Elisabeth Wilhelmina von Württemberg (1767–1790); eine Tochter.
1790 Heirat mit Maria Theresa von Neapel-Sizilien (1772–1807); zwölf Kinder.
1808 Heirat mit seiner Cousine Maria Ludovika Beatrix von Modena (1787–1816); keine Kinder.
1816 Heirat mit Karoline Auguste von Bayern (1792–1873); keine Kinder.
Am 6. Juni 1792, viel früher als erwartet, nachdem sein Vater nach nur zwei Jahren Regierungszeit verstorben war, wurde Franz König von Ungarn und Böhmen sowie Herr der übrigen Länder der Habsburgermonarchie. Am 5. Juli folgte die Wahl zum Römischen König, am 14. Juli schließlich die Krönung im Frankfurter Dom und die damit verbundene Proklamation zum "erwählten Römischen Kaiser".
1804 begründete er das erbliche Kaisertum Österreich und machte sich damit als Franz I. (1804-1835) zum ersten Kaiser von Österreich.
Mit der durch immensen Druck Napoleons und der Gründung des Rheinbundes herbeigeführten Abdankung am 6. August 1806 endete das Heilige Römische Reich. Franz legte zwar die Reichskrone der römisch-deutschen Kaiser und Könige nieder, behielt aber als österreichischer Kaiser Franz I. seine Kaiserwürde.
 
     
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