CAMPE, Johann Julius Wilhelm
 

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CAMPE, Johann Julius Wilhelm

 
  geb. 18. Februar 1792 in Deense (Niedersachsen), gest. 14. November 1867 in Hamburg
Verleger.
1805-1810 ging Campe in der Verlagsbuchhandlung seines Halbbruders August Campe (1772-1836) in die Lehre und nahm dann unter einem Decknamen an den Befreiungskriegen teil. 1816 verließ er den preußischen und braunschweigischen Militärdienst und kehrte nach einer zweijährigen Italienreise zu "Hoffmann & Campe", dem Geschäft seines Halbbruders, nach Hamburg zurück.
1823 erwarb er das Geschäft und übernahm die Leitung des Verlages, den er – besonders seit seiner Bekanntschaft mit Heinrich Heine (1797-1856) – zu einem Zentrum der oppositionellen Literatur ausbaute. Die Zensurmaßnahmen waren rigide: Campe musste nicht nur Bußgelder bezahlen, er wurde auch in Haft genommen mit dem Ziel, ihn dazu zu bewegen, die Verfassernamen missliebiger Werke preiszugeben, was er jedoch nicht tat. Im Dezember 1841 wurde schließlich die gesamte Produktion seines Verlages in Preußen verboten.
Trotz der ständigen Kämpfe mit der Zensur, für die er eine wahre Meisterschaft entwickelte, gelang es ihm, die Werke der Autoren des "Jungen Deutschland" mit Erfolg zu verlegen. Campe wurde vor allem als Verleger von Heinrich Heine, aber auch von Karl Immermann (1796-1840), Ludwig Börne (1786-1837), Friedrich Hebbel (1813-1863) und Karl Gutzkow (1811-1878) bekannt.
Er verlegte auch Anastasius Grüns (1806-1876) "Spaziergänge eines Wiener Poeten" (1831).
 
     
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