BRUCK, Karl Ludwig Freiherr von
 

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BRUCK, Karl Ludwig Freiherr von

 
  geb. 8. Oktober 1798 Elberfeld (heute ein Teil von Wuppertal/Nordrhein-Westfalen), gest. 23. April 1860 in Wien durch Suizid
Staatsmann, Handelsminister, Finanzminister.
Als junger Mann begeisterte sich Bruck für die Griechische Revolution, zu deren Unterstützung er zunächst nach Griechenland reiste. Bald ließ er sich aber im damals österreichischen Triest nieder und wurde ein erfolgreicher Kaufmann. Unter anderem war er einer der Gründer des Österreichischen Lloyd.
Leiter der Verhandlungen über die Zollstruktur im österreichischen Mittelitalien. 1848 Abgeordneter für Triest in der Frankfurter Nationalversammlung. 1848-1851 Handelsminister im Ministerium Schwarzenberg. In dieser Funktion reformierte er das Post- und Konsulatswesen, ordnete die Ausarbeitung eines österreichischen See- und Handelsrechtes an und schuf die Seebehörde sowie die Börse in Triest. Sein großes Projekt war die "mitteleuropäische Zolleinigung".
Anschließend war Bruck für kurze Zeit Gesandter in der Türkei. 1855 wurde er Finanzminister. Er förderte insbesondere den Ausbau des Eisenbahnnetzes und gründete die Österreichische Kreditanstalt für Handel und Gewerbe sowie weitere Handelskammern und -gerichte.
Aufgrund einer falschen Verdächtigung, er hätte sich persönlich bereichert, wurde Bruck von Franz Joseph I. (1830-1916) entlassen und erschoss sich kurz darauf.
 
     
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