BLIND, Karl
 

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BLIND, Karl

 
  geb. 4. September 1826 in Mannheim (Baden-Württemberg), gest. 31. Mai 1907 in London
Revolutionär; Journalist.
Studium in Bonn und Heidelberg.
Beeinflusst von der Französischen Revolution, hielt Blind eine vollständige Veränderung der politischen Verhältnisse in Deutschland für notwendig. Die Ergebnisse des Frankfurter Vorparlaments während der Revolution von 1848 erschienen ihm nicht ausreichend, deshalb schloss er sich 1848 der Badischen Revolution an. Er geriet in Gefangenschaft und wurde zu acht Jahren Festungshaft verurteilt, kam jedoch nach einem Jahr frei.
Der revolutionäre Landesausschuss, der die Regierungsgewalt in Baden übernommen hatte, entsandte Blind nach Paris, wo er die Unterstützung des Präsidenten Louis Napoléon (Napoléon III, 1808-1873) für die Revolution in Baden erwirken sollte. Ihm wurde jedoch eine Verschwörung vorgeworfen, was zu seiner Ausweisung aus Frankreich führte.
Blind ging daraufhin nach Belgien, bevor er sich 1852 in London niederließ. In seinen Schriften setzte er sich weiterhin für seine demokratischen und republikanischen Ideale ein. Er schrieb Bücher über Politik, Geschichte, Mythologie, deutsche und indische Literatur sowie Biografien und war daneben als Korrespondent für mehrere deutsche Zeitungen tätig.
 
     
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