PROFIL Karl-Franzens-Universität Graz
 
     

Mit der sogenannten Wende 1989/90 scheint alles, was mit »Soz-« beginnt, unter einem Generalverdacht zu stehen, selbst einschlägige philosophische Denkansätze und wissenschaftliche Disziplinen, die eben diese Wende mit vorbereitet hatten. In den Geisteswissenschaften wiederum ist die noch in den 1980er Jahren so spürbare Aufbruchsstimmung hin zu übergreifenden theoretischen und empirischen Modellen, wie eben soziologischen, und zu einem geschichtswissenschaftlichen Literaturverständnis, ich fasse es unter dem Stichwort »Sozialgeschichte der Literatur« zusammen, verflogen. Abgelöst wurde sie von rasch wechselnden Phasen der Ausrufung von »turns« (»linguistic turn«, »cultural turn«) und »Posts« (»Poststrukturalismus«, »Postmodernismus«, »Postkolonialismus«).

LiTheS ist interdisziplinär, interfakultär und interuniversitär angelegt. Im Sinne einer tragfähigen transdisziplinären Neu- und Wiederbesinnung auf die methodischen Gemeinsamkeiten der historischen, philologischen und kulturwissenschaftlichen Disziplinen wird an Lehr- und Forschungsaktivitäten angeknüpft, die, wenn auch oft unter anderem Namen und mit anderen Schwerpunkten, heuristisch wie methodisch von einer in weitestem Sinne soziologischen Perspektive geleitet werden.

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