Siegel von Hormayr  
  Brief von Josef Freiherr von Hormayr zu Hortenburg an Grün
München, am 14. November 1829
 
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München d 14 Nov. 1829. Samstag
Mit Freude erhielt ich Ihren lieben Brief und bestellte die Anlage desselben. – Frankh ist jetzt in Stuttgard, kömmt aber in zehn Tagen nach München und etablirt sich daselbst. – Sie haben recht, daß ich in Ihren letzten Ritter nur geblättert und gar nicht gelesen habe, weil Frankh die Dummheit hatte, aus lauter Eile mit dem Druck ihn mir heimlich wegzunehmen und nach Stuttgard zu schaffen. – Die Vignette dazu wird allerliebst, der den Kaiser Max malende Albrecht Dürer. – Den besten Dank für die Nachrichten über Deinhartsteins neues Stück. – Wären Sie denn gar nicht zu bewegen, etwa alle 14 Tage, anonym Correspondenzartikel aus Wien zu liefern. – Frankh würde selbe halbjährig ausgezeichnet honoriren. – Die Addresse nicht an mich, sondern bloß:
Herrn
Herrn Rath Auerweck, im Ministerium der Finanzen.

Ich bekomme denn doch Alles sogleich. – Erst diesen Augenblick erscheint mein, äußerst reichhaltiges Taschenbuch. – Wie Frankh wieder hier ist, muß er Ihnen gleich ein Exemplar bey Gerold anweisen. – Ich umarme Sie tausendmal, jedes Lebenszeichen von Ihnen mit Dank und mit der größten Freude erhaltend. – Vergessen Sie doch das künftige Taschenbuch nicht.
 
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Herrn
Herrn Anton Alexander Grafen
von Auersberg
in
Wien.
frey bis zur Grenze.
Sterngasse <Nummer> 452, 2 <te> Stiege III Stock.

[Siegelrest]
 
     
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