Das Komische erregte nie das bevorzugte Interesse von Historie und Ästhetik – allzu unernst erschien es im doppelten Sinn des Wortes, allzu trivial auch dessen Repräsentanten und Ausdrucksformen. Unser Wissen über das deutschsprachige komische Theater im 19. und 20. Jahrhundert beschränkt sich auf Punktuelles und einzelne berühmte Namen (Kleist, Tieck, Raimund, Nestroy, Hauptmann, Sternheim, Horváth, Dürrenmatt). Der starre Blick auf den Kanon führte dazu, dass die mikro- wie makrohistorischen Formen und Funktionen theatraler Komik, die nur als textpragmatisch-rezeptionssoziologische, mithin historisch-funktionale Kategorien zu begreifen sind, weitestgehend im Dunkeln blieben.

Für eine Geschichte des komischen Unterhaltungstheaters im 19. und 20. Jahrhundert ist man auf verstreute Aufsätze und Studien über einzelne Erfolgsautoren, Puppenspielerfamilien und über die Pädagogik und Didaktik des Kasperltheaters angewiesen. Die Chronik zum Theater des Komischen im 19. und 20. Jahrhundert fasst die daraus gezogenen Kenntnisse zusammen, erweitert sie um neue Forschungsergebnisse und bildet gleichsam das Skelett für eine Geschichte des Lachens im und über das Theater.

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