Brief von Ignaz Franz Castelli an Anastasius Grün
Wien, am 6. April 1843
 
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Wien am 6 April 843

Verehrter Freund!

Von Braumüller habe ich mir 9 fl 40 x CM bezahlen lassen, davon habe 9 fle Hrn Klier [?] für die Rankenrosen bezahlt und 40 x kosten die Saamen welche ich hier mitsende.

Eine Astrop: Wallichie kann Ihnen Vilier nicht [durchgestrichen: ?] senden, er besitzt keine mehr.

Heller hat mir versprochen mir Fuchsien für Sie zu senden (: von Rosen werden nur Pfropfzweige abgegeben und dazu ist es schon zu spät :) Sendet er mir selbe bis zum 24t d Ms so kann ich sie noch an Sie spediren, später aber nicht mehr, da ich am 25t schon nach Lilienfeld gehe. Überhaupt ist das Spaediren ein Teufelsding Es ist etwas weit, und man weiß nicht wie die Sachen ankommen.

Aus dem oben Gesagten werden Sie sehen daß ich das versprochene Gedicht bis 24t d: haben muß. Hätten Sie also kein anderes gemacht, so senden Sie mir [unleserlich] die Zwibel-Romanze

 
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Aus Ihrer Feder schmeckt auch die Zwiebel wie Ananas.

Empfehlen Sie mich Ihrer Frau Gemahlinn und danken Sie ihr einstweilen in meinem Nahmen für den Willen mein Dosencabinet zu bereichern.

Neues kann ich Ihnen nichts schreiben, es gibt weder Lustiges [durchgestrichen: und] [ergänzt: noch] Trauriges darum wiederhole ich das Alte daß ich

bin und bleibe
Ihr bereitwilliger
IFCastelli

 
     
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