Brief von Ignaz Franz Castelli an Anastasius Grün
Wien, am 20. Mai 1842
 
  Seite 1
 

Wien am 20 Mai 842

Verehrter Freund!

Danke für das Gedicht. Es ist bereits zur Beschneidungsanstalt gewandert, von welcher ich aber dafür nichts befürchte.

Nach dem geäußerten Wunsche übersende ich Ihnen meine Lebensbilder, und 3 Jahrgänge meiner Huldigung, welche letzteren ich der Frau Gräfinn in meinem Namen zu Füßen zu legen bitte, wär’ es auch nur der artigen Bildchen wegen, die Lebensbilder bitte ich aber mir nach deren Durchlesung wieder zurück zu stellen, da sie zu meiner Bibliothek gehören, und das Werkchen bereits vergriffen ist. Auch leg’ ich ein Blechplättchen, und zwar ein schon grundirtes bey, wenn Ihre gütige Frau Gemahlinn etwa im Sommer Zeit fände ihr Versprechen zu erfüllen.

 
  Seite 2
 

Leben Sie recht vergnügt, übermorgen reise ich nach meinem Landsitze ab, welcher mir schon darum ein Paradies däucht, weil ich vom Theater und Amte nichts höre.

Ihr
IFCastelli

 
     
  Zu den Briefen von Ignaz Franz Castelli Zurück zu Anastasius Grün Zurück zu den Projekten