Brief von Eduard von Bauernfeld an Anastasius Grün
Wien, am 13. Juli 1832
 
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[Poststempel "Wien"]
Dem
Hochgeb<oren> Herrn Alexander Grafen
v. Auersperg

in
Thurn am hart
in Krain
über Laibach

 
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Wien 13. July 832.

Lieber Freund!

Ich danke für die Übersendung des Göthe-Gedichtes. Die Unternehmung ist zwar nicht zu Stande geko_men. Übrigens wünscht der Herausgeber der Vesta die eingelangten besseren Sachen seinem Taschenbuche einverleiben zu dürfen, u. bittet daher durch mich um Ihre Zusti_mung zum Abdrucke jenes Gedichtes. Senden Sie ihm, wo möglich, noch andere Sachen; er schmachtet, er lechzt nach guten Beiträgen, u. ist endlich so vernünftig, sich auch in’s Ausland wenden zu wollen. –

Wie steht’s mit Ihrer versprochenen Reise nach Wien? Lassen Sie mich darüber etwas wissen, wie auch von Ihren Arbeiten und sonstigen Verhältnissen. Hier geht nichts vor, sonst schreib ich Ihnen [unleserlich]. Was macht Hermansthal als Bräutigam? Ich gäbe was drum, ihn einen Tag in diesem süß-sauren Zustande sehen zu können. Ich sehe i_mer mehr ein, daß das heirathen sehr vernünftig ist, und daß es nicht für Jederma_n. Bitte um baldige Antwort!

Ihr
Bauernfeld

Adresse: Sollingen’ Buchhandlung in der oberen [unleserlich]straße.

 
     
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